Thomas von Kempen

Mit Buchschmuck in Symbolen von Melchior Lechter. Lechter gründete 1896 die Einhornpresse und „begann 1896 mit Buchdeckelmalereien zu Werken des ihm befreundeten Stefan George, durch den er dann wohl überhaupt die Anregung, sich der Buchkunst zu widmen, empfing“. Auf eigens angefertigtem Altbütten-Papier, durchgehend in Schwarz, Rot und Blau gedruckt. Im Impressum vom Künstler eigenhändig monogrammiert und nummeriert. Tadelloses Exemplar des monumentalen, von Lechter geplanten und ausgestalteten Werkes unter dessen Leitung es von Mai 1914 bis Mai 1922 bei Otto von Holten gedruckt wurde. Thomas von Kempen war ein geistlicher Schriftsteller des 15. Jahrhunderts. Ab 1399 und bis zu sinem Tod lebte er im Kloster Agnetenberg in der Nähe von Zwolle. In der Hauptsache war er dort als Novizenmeister tätig, widmete sich also der Bildung der Novizen innerhalb der Klostergemeinschaft. Aus dieser Tätigkeit gingen von ihm mehrere Schriften hervor, die zu einem gottgemäßen spirituellen Leben verhelfen sollten. Die berühmtgewordene vierteilige Schrift Nachfolge Christi (De imitatione Christi) ist davon sehr beeinflusst. Seine Autorenschaft war zwar lange angefochten, konnte jedoch durch mehrere Werke bewiesen werden. Dieses Buch stellte lange Zeit das nach der Bibel meistverbreitete Buch dar und ist unter der christlichen Literatur immer noch das meistgedruckte Werk.

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