Hermann Hesse

Auf 11 Seiten der Text, eigenhändig mit Tintenfeder, illustriert mit 13 Original-Aquarellen über Federzeichnung und in weißem Schutzumschlag, reich in Aquarell verziert sowie mit dem vollen Titel in Tintenfeder. Auf Titelseite in aquarellierter Vignette die Dedikation „Dies Exemplar wurde geschrieben für Frau Bertha Markwalder im Frühling 1923. H. Hesse“. Darunter mit eigenhändigem Zitat von Novalis. Im Herbst 1922 hat Hesse das Märchen für seine spätere Frau Ruth Wenger verfasst und mit aquarellierten Federzeichnungen versehen. Die Piktor-Geschichte „ist auf dem Höhepunkt ihrer beider Liebe entstanden und zeigt etwas von den Hoffnungen, die Hesse in dieser Lebensphase hatte“. (Volker Michels). Es war nur als Handschrift käuflich. Vermutlich schrieb Hesse im Laufe von 20 Jahren eigenhändig ca. 15 Exemplare mit jeweils unterschiedlichen Aquarellen. Etliche befinden sich heute in Bibliotheken, Andere wurden aufgelöst. Erst 1954 wurde die erste Faksimile-Ausgabe nach der Handschrift und nach Illustrationen des Dichters hergestellt. Handschriften Hermann Hesses sind von größter Seltenheit. Die meisten bekannten Ausgaben sind Typoskripte und nicht wie hier vorliegend, eigenhändig geschriebene Fassungen. Es ist wenig wahrscheinlich, dass diese Rarität in absehbarer Zeit nochmal angeboten wird. Das Aquarell auf Seite 7 ist ein Selbstbildnis Hermann Hesse mit gelbem Panamahut. Piktors Verwandlungen ist eine der schönsten Liebesgeschichte Hermann Hesses, ein heiteres Märchen, das von der Überwindung der Einsamkeit und der Erlösung durch die Liebe erzählt.

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