Zwei hellbraune Original-Broschur Hefte in guter Erhaltung. Zehntes Heft: Seite 1345-1488 (Der Tod in Venedig, Seite 1368-1398); Elftes Heft: Seite 1489-1632 (Der Tod in Venedig, Seite 1499-1526).
Vollständiger Erstabdruck des Werkes! First Edition. Ehrhard Bahr vermerkt in seinem Kommentarband zum Werk Tod in Venedig: „Die Novelle ließ sich vor der Abreise nicht mehr vollenden. Vom 15. Mai bis zum 12. Juni (1912) hielt Thomas Mann sich dann bei seiner Frau in Davos auf. Nach der Rückkehr aus der Schweiz verbrachte er den Rest des Sommers in seinem Haus in Bad Tölz, wo der Tod in Venedig im Juli 1912 abgeschlossen wurde. Der Abdruck erfolgte im Oktober- und Novemberheft der Neuen Rundschau. (23. Jahrgang 1912) sowie in einer bibliophilen Auflage von 100 Exemplaren im Hyperion-Verlag (München 1912). Im S. Fischer Verlag erschien das Buch im Februar 1913 in einer Erstauflage von 8000 Exemplaren, die sofort vergriffen war.“ Der Druck der bibliophilen Ausgabe verzögerte sich jedoch, da nicht genug der dafür ausgewählten Papiersorte zur sofortigen Verfügung stand, so dass der Hyperion-Verlag den Hundertdruck erst nach der regulären Buchausgabe fertig stellen und ausliefern konnte. Auch der Text wurde vom Autor noch bei Durchsicht leicht verändert, so dass die in der Neuen Rundschau publizierte Fassung in den ersten Kapiteln leicht von der im Hundertdruck publizierten früheren Version abweicht. Anders als Ernst Jünger, der immer wieder an seinen Texten gearbeitet und diese modifizierten Versionen veröffentlichte, gab Thomas Mann nur die Endfassungen, die jedoch oft über Jahrzehnte in seiner Schreibwerkstatt reiften, an die Öffentlichkeit. Die Ausnahme beim Tod in Venedig erklärt sich dadurch, dass der Verleger des Hundertdruckes, Hans von Weber, eben eine erste Textfassung des schon vor den Reisen des Autors geschriebenen Teils bekam und auch sofort setzen ließ. Danach hat Thomas Mann die gesamte Arbeit für den Fischer Verlag noch einmal durgesehen, was bei dem schon an Hans von Weber gelangten Teil unterblieb.
In der Original-Broschur äußerst selten. Insgesamt von bester Erhaltung, die Hefte nur im Schnitt leicht bestoßen. Die Ecken des Vorderdeckels des Zehnten Heftes leicht geknickt und ein kleiner Einriss am unteren Hinterdeckel des elften Heftes. Mit allen teilweise farbig lithografierten zeitgenössischen Werbebeilagen.