Italien ist Claudia Bergs große Leidenschaft, die ihr künstlerisches Schaffen maßgeblich beeinflusst, immer wieder geht sie in einzelnen Regionen des Landes auf Entdeckungen. Ihre Bilder entstehen in der Auseinandersetzung mit literarischen Naturannäherungen bei Vergil, Goethe, Tomaso di Lampedusa oder Grünbein. Die Künstlerin zeigt auf, wie sich historische architektonische Stätten in die italienische Landschaft einbetten. Dabei gehen das Bauelement der Säule und das Naturelement des Baumstamms eine Symbiose ein, Baumkronen und Astwerk verleiht Claudia Berg die Anmutung einer baulichen Struktur. In diffuses Licht taucht sie ihre arkadischen Landstriche, über die sich in den Sommermonaten eine staubaufwirbelnde Hitze legt. Um diese Bildsprache umzusetzen, kombiniert Claudia Berg die Technik der Radierung mit der Malerei, die sie beide routiniert beherrscht.
Claudia Berg (geb. 1976) studierte u.a. an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein, Halle (Saale).
Preise und Stipendien (Auswahl):
2002 Stipendium der Wilhelm und Lotte Neufeld Stiftung
2009 Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz
2011 Imke Folkerts Kunstpreis Ostfriesland
2022 Hans- Meid- Preis für Grafik und Buchkunst
Werke in Museen und öffentlichen Sammlungen (Auswahl):
Museum Albertina Wien, Casa di Goethe Rom, Bibliotheque Nationale de France Paris,
Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Deutsches Literaturarchiv Marbach,
Klingspor- Museum Offenbach am Main, Freies Deutsches Hochstift Frankfurter Goethe-Museum,
Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar, Herzog- August Bibliothek Wolfenbüttel, Staatsbibliothek zu Berlin preußischer Kulturbesitz, Bayrische Staatsbibliothek München,
Stiftung Historische Museen Hamburg, Potsdam-Museum Potsdam, Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf.