Ausstellung vom 4.6. bis 1.8.26
In einer Doppelausstellung zeigen wir erstmals ausgewählte Kunstwerke von Almir da Silva Mavignier (1925-2018) und seinem Sohn Delmar Maviginer (geb. 1968). Vater und Sohn verband eine langjährige intensive Zusammenarbeit, die in der Präsentation am Neuen Wall sichtbar wird.
Der Brasilianer Almir Mavignier prägte Hamburg künstlerisch, zog 1965 in die Hansestadt, setzte mit seiner großformatigen schwarz-weißen Punkteplastik konvex-konkav und konvex am Hamburger Hauptbahnhof (Installation: 1973–1984) ein Denkmal im öffentlichen Raum. Bis 1990 hatte er zudem eine Malereiprofessur an der HFBK inne, wobei die Konzeptkünstlerin Hanne Darboven, eine Schlüsselrolle unter seinen Schülern einnahm.
Delmar Mavignier arbeitete als interdisziplinärer Künstler in London, bevor er zurück in Hamburg, Kunstprojekte gemeinsam mit Almir Mavignier realisierte.
In Rio de Janeiro geboren, gehört Almir da Silva Mavignier zu den ersten abstrakten Künstlern Brasiliens. In seinen Bildern kombiniert er die Farbwelten des tropischen Urwalds seiner Heimat mit einem strengen Punkteraster, zurückgehend auf seine Ausbildungszeit an der Ulmer Hochschule für Gestaltung im Bereich der visiuellen Komunikation. Siebdruckbasierte Kunst und Malerei bilden seinen Werkkosmos und stehen gleichrangig nebeneinander. Sein Sohn Delmar Maviginer (geb. 1968) setzt sich künstlerisch mit den Arbeiten seines Vaters auseinander und schafft mit seinen Lentikularen einen hochspannenden neuartigen Ansatz in der zeitgenössischen Kunst.
Almir da Silva Mavignier war 1964 Teilnehmer der Biennale von Venedig und der documenta III. Er ist mit seinem Oeuvre in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten. Zum 100. Geburtstag würdigte das Ernst Barlach Haus Almir da Silva Mavignier mit einer Hommage.