Thomas Mann

Mit einigen Streichungen und Korrekturen. Der Schlussteil des Textes in englischer Sprache. Seine Absage an das nationalsozialistische Regime äußert Thomas Mann in zahlreichen Reden und Schriften. Bereits 1930, nachdem die NSDAP in der Reichstagswahl einen großen Stimmenzuwachs erzielen konnte, appelliert er in der als „Deutsche Ansprache“ berühmt gewordene Rede an die Vernunft. 1936 wird ihm die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen. Nach Stationen in Frankreich und der Schweiz geht er 1938 endgültig mit seiner Familie in die USA, wo 1942 Pacific Palisades in Los Angeles zu seinem Lebensmittelpunkt im Exil wird. Hier entsteht 1943 der Entwurf zu einer Ansprache, in der er die Zukunft des deutschen Volkes beurteilt. Er hält das „deutsche Volk nicht für hoffnungslos“, „nicht für hoffnungsloser als die Menschheit selbst“. Er glaubt, das Volk werde, „ihn (den Führer) und das schändliche Gesindel… abschütteln in einem Aufstande, der ihm … seine Ehre zurückgeben wird.“ „ Vorbedingung für ein künftiges friedliches Zusammenleben der Deutschen mit den civilisierten Völkern“ sei, so Thomas Mann, die „Reinigung ihres Volkskörpers“ von den Nazis und deren Helfern. Schließlich erklärt er: „Einem Hitler verfällt ein Volk nur einmal – und dann nie wieder“. Dieser Text dokumentiert, welch´ große Hoffnungen Thomas Mann in die Zukunft des deutschen Volkes setzte – und wie groß auch seine Hoffnung gewesen sein muss, in seine Heimat zurückkehren zu können.

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