Reiter und Pferd - August Macke
Diese fein ausgearbeitete Bleistiftzeichnung von August Macke (1887-1914) zeigt einen hochspannenden Bildausschnitt, den der Künstler für das kleine Format bewusst wählt. Macke setzt zwei Ritter in Rüstung, einen hoch zu Ross, den anderen wohl auch reitend, mit Lanze und Schild versehen, großflächig ins Bild. Beide Figuren sind nicht komplett sichtbar, sie erspähen etwas mit dem Blick über die linke Schulter nach hinten gerichtet. Das trägt zur Spannung im Blickfeld des Betrachters bei. Zentrum und Blickfang dieser dynamischen Komposition bildet der Pferdekopf. Immer wieder widmet sich August Macke in seinem zeichnerischen und malerischen Werk dem Pferd, in seinen Skizzenbüchern, insbesondere des Jahres 1910, in dem auch diese Arbeit entstanden ist, finden sich zahlreiche Pferdestudien. Es ist das Vorjahr der Begründung des „Blauen Reiters“ in München, dessen treibende Kraft Franz Marc war, den Macke Anfang 1910 kennenlernte, mit dem er sich freundschaftlich verband und der ihn Mitglied des Künstlerkreises werden ließ.
Eine Auswahl an Skizzenbücher August Mackes, die sowohl mit dem Thema Pferd auseinandersetzen, als auch sein Interesse für die Darstellung antiker Rüstungen widerspiegeln, befinden sich in der Sammlung des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster.
Im Sterbejahr 1914 unternahm August Macke zusammen mit Paul Klee und Louis Moilliet die später legendär gewordene Tunisreise, auf der er ebenfalls einen Schwerpunkt auf das Motiv des Reiters setzte.

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